| Für eine Reform des internationalen Finanz und Währungssystems |
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Vatikan unterstützt Finanztransaktionssteuer In dem im Oktober 2011 präsentierten Iustitia-et-Pax-Dokument wird auch ein Vorgehen gegen Steueroasen und Off-Shore-Handelsplätze gefordert Vatikanstadt 24.10.2011(KAP) Der Vatikan hat sich für eine grundlegende Reform des internationalen Finanzsystems, die Schaffung einer globalen Aufsichtsbehörde zur Regulierung der Kapitalmärkte und für die Finanztransaktionssteuer ausgesprochen. Es müsse eine Art "Globale Zentralbank" gegründet werden, die gegen unkontrollierbare "Schattenmärkte" vorgehe und für die Einhaltung ethischer Mindeststandards Sorge trage, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Dokument des Vatikan. Das gut 40-seitige Schreiben des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden (Iustitia et Pax) trägt den Titel "Für eine Reform des internationalen Finanz und Währungssystems aus der Sicht einer öffentlichen Autorität mit universaler Kompetenz". Die internationale Finanzbehörde müsse eine "Logik der Nachhaltigkeit, des Friedens, des gemeinsamen Wohlstandes und des Einvernehmens" vertreten, heißt es in dem Dokument weiter. Dafür müssten eine Besteuerung finanzieller Transaktionen in Erwägung gezogen und neue Wege für die Kapitalausstattung von Banken gefunden werden. Auf diese Weise könnten waghalsige Finanzgeschäfte verhindert und die Entwicklung der realen Wirtschaft gefördert werden. Gefordert wird auch ein Vorgehen gegen Steueroasen und Off-Shore-Handelsplätze. Die Gründung einer globalen Zentralbank mit weitgehenden Befugnissen müsse der erste Schritt auf dem Weg zu einer politischen Weltautorität sein, heißt es in dem Dokument: "In einer Welt, der schnell voranschreitenden Globalisierung ist eine Weltautorität der einzig angemessene Bezugspunkt, der den neuen Gegebenheiten unserer Zeit und den Bedürfnissen der menschlichen Spezies gerecht wird". Anknüpfungspunkt für eine solche Institution könnten die Vereinten Nationen sein.
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