Europäische Konferenz in Taizé

“On Spiritual Roots and Political Fruits”

50 Jahre nach der Gründung des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden trafen sich zahlreiche Vertreter der nationalen Justitia et Pax-Kommissionen aus ganz Europa in Taizé zur jährlichen Generalversammlung und zu einem Workshop. Für die Österreichische Kommission war Generalsekretär Diakon Stefan Krummel vertreten.

Erzbischof Jean-Claude Hollerich von Luxemburg, Präsident der Europäischen Konferenz,  begrüßte die etwa 80 Delegierten aus mehr als zwanzig Kommissionen vom 22. Bis 25. September 2017.

Kardinal Peter Turkson, Präfekt des neuen Vatikanischen „Dikasterium  für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen“ kam ebenfalls zu unserem Treffen. Er erläuterte die wesentliche Rolle von Justitia et Pax in der neuen Struktur des Dikasteriums und vertiefte darüber hinaus die Anliegen des päpstlichen Umweltschreibens „Laudato Si“. Weitere Redner waren Nick Spencer vom „Think Tank Theos“ aus London, Dr. Pablo Martinez d'Anguita von der technischen Universität von Madrid und Rev. Claire Sixte-Gateuille, die das ökumenische Netzwerk CEC vertrat.

In Zusammenarbeit mit „global catholic climat movement“ ( catholicclimatemovement.global) und deren Exekutivdirektor Tomás Insua begingen wir eine symbolische Aktion, um auf „den Schrei der Erde und den Ruf der Armen“ zu reagieren und aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit den Brüdern von Taizé zogen wir unsere Schuhe aus, um barfuß dem Erfordernis einer radikalen Erneuerung unseres Umweltengagements zum Ausdruck zu bringen.

Viele Teilnehmer brachten Erde aus ihren Heimatländern mit, die repräsentativ für Umweltfragen sind bzw.  Ausdruck ökologischer Zerstörung.

Die Deutsche Kommission brachte Erde aus dem UN-Klimasekretariat in Bonn als Zeichen der Ermutigung für die UN-Klimaverhandler; die portugiesische Kommission brachte Erde aus Zentral-Portugal, das von Waldbränden als Folge des Klimawandels verwüstet wurde, Die luxemburgische Kommission brachte Erde, die durch industrielle Verschmutzung und den Einsatz von landwirtschaftlichen Düngemitteln und Pestiziden belastet ist, und die albanische Kommission holte Erde aus dem ehemaligen kommunistischen Gefängnis von Spaç in Albanien, um nur einige zu nennen.

Darüber hinaus wurde im Rahmen dieser Aktion der Zeugen und Märtyrer gedacht die für Mensch und Umwelt große Verdienste erworben haben. Als lebende Zeugen für den vorbildlichen Einsatz gegenüber Flüchtlingen brachte die österreichische Kommission das Beispiel von Kardinal Dr. Christoph Schönborn, der mit Hilfe des Flüchtlingskoordinators Dr. Tippow und dem Engagement von 250 Pfarren der Erzdiözese Wien 1100 Menschen zusätzlich langfristig unterbringen konnte. 50.000 Übernachtungen wurden ebenfalls im Rahmen dieser Aktion organisiert und bewältigt.

Abschlusserklärung: