Europäische Konferenz in Luxemburg

„Die Sicherheit Europas: die Verantwortung der Staaten, der Union und der Bürger”

war das Thema des Internationaler Workshop und Vollversammlung der Europäischen Konferenz der Iustiita et Pax-Kommissionen in Luxemburg vom 30. September - 3. Oktober 2016

Wir, Delegierte von 21 europäischen Justitia et Pax Kommissionen, kamen zusammen, um uns im Dialog mit Vertretern aus Politik, Militär,Institutionen der EU und Zivilgesellschaft mit den sicherheitspolitischen Herausforderungen, denenEuropa gegenübersteht, auseinanderzusetzen und so unserer Verantwortung gerecht zu werden. In der Ortschaft Schengen wurden wir von der dortigen Pfarrgemeinde in einer Messe, in der der Chor der Europaschule sang, willkommen geheißen und teilten so den Geist von Schengen, in der Vielfalt vereint durch Gebet und Gesang.

Sicherheit in Europa: welche Verantwortung, welche Freiheit?  Ist die Sicherheit ein Gemeingut? Wie kann sie gewährt werden ohne Freiheit und Gerechtigkeit aufs Spiel zu setzen? Welche Verantwortlichkeiten sind im Spiel, mit welchen Konsequenzen für die Entwicklung der internationalen Beziehungen, für die Aufnahme der Menschen, die vor Krieg und Horror flüchten, für den Kampf gegen den Terror und nicht zuletzt für die Art und Weise, wie die Akteure von Politik, Medien und Wissenschaften mit der Angst - der eigenen und der anderer Menschen - umgehen?

Diese und andere Fragen standen auf der Tagesordnung der internationalen Konferenz der europäischen „Justitia et Pax“-Kommissionen (Justitia et Pax Europa) in Luxemburg  unter dem Vorsitz von Mgr. Jean-Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg und Präsident von Justitia et Pax Europa. Am Eröffnungsabend hielt Herr Koen Lenaerts, Präsident des Gerichtshofs der Europäischen Union, einen Vortrag halten zum Thema der Tagung.

In fünf Workshops vertieften die Teilnehmer an verschiedenen thematisch relevanten Orten der Stadt Luxemburg das Thema. Ein öffentlich zugängliches Podiumsgespräch fand am Samstag, dem 1. Oktober, im Centre Jean XXIII statt. Zum Thema „Sicherheit und Gemeinwohl“ konnten  fünf Redner gewonnen  werden : − Die Idee des Gemeinwohls in der Soziallehre der Kirche (Prof. Gerhard Beestermöller) − Verteidigung und Friedenserhalt (Major Philippe Majerus) − Ernährungssicherheit (Herr Jean Feyder) − Cybersecurity (Herr Gabriele Lenzini) − Erfahrung in Krisengebieten und Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit (P. Olivier Poquillon o.p.)

Ein Besuch beim Europäischen Gerichtshof und natürlich auch in Schengen durfte nicht fehlen. Motto: „Der Geist von Schengen: Freizügigkeit, Friede und Freiheit“. Dort fierten wir die Sonntagsmesse mit der christlichen Gemeinde vor Ort im Beisein von Mgr. Jean-Christophe Lagleize, Bischof von Metz und Mgr. Vjekoslav Huzjak, Bischof von BjelovarKriževci (Kroatien), musikalisch umrahmt durch den Chor der Europäischen Schule in Luxemburg. Anschließend empfing der Bürgermeister von Schengen die Vertreter von Justitia et Pax im Koch-Haus . Experten und Zeitzeugen informierten uns über die Umstände und Entwicklungen rund um den Schengener Vertrag, der am 14. Juni 1985 unterzeichnet wurde.

(Im Bild: Generalsekretär Stefan Lunte und Vizepräsidentin Prof. Ingeborg Gabriel / Foto: Stefan Krummel)

Die Skulptur "E Schlass fir Schengen" (Ein Schloss für Schengen) wurde im Mai 2013 eingeweiht und seither können sich Besucher symbolisch mit einem Schloss an den Schengener Gedanken der offenen Grenzen binden, indem sie ihr Schloss an der Sternenskulptur nahe der Brücke anbringen und so eine persönliche Spur in Schengen hinterlassen. Wir schlossen uns diesem Brauch an.

Die Schlussstatements in Englisch und Deutsch:

Initiates file downloadBaut Brücken der Gerechtigkeit statt Mauern der Angst / Abschlussstatement Generalversammlung Luxemburg

Initiates file downloadBuild bridges of justice rather than walls of fear / Final Statement GA Luxemburg