Europäische Konferenz in Malta

Der "Arabische Frühling" ein Jahr danach

Bericht über das internationale Treffen der Europäischen Kommissionen
von Iustitia et Pax in Rabat, Malta / September 2012

Generalsekretär Dr. Stefan Krummel nahm als Vertreter der österreichischen Kommission Iustitia et Pax am Internationalen Workshop vom 14. bis 16. September 2012 und an der anschließenden zweitägigen Generalversammlung der Europäischen Iustitia et Pax Kommissionen in Malta teil.

Um die Bedeutung und die Konsequenzen des „Arabischen Frühlings“ besser zu verstehen, fand die Konferenz der Europäischen Justitia et Pax Kommissionen, die 30 nationale Kommissionen repräsentiert, diesmal in Malta statt. Die Konferenz war dabei herausgefordert, nicht nur die Identität Anderer zu verstehen, sondern auch die positiven und negativen Aspekte unserer eigenen Identität heute zu reflektieren.

Erste Reihe links beginnend: Bischof Yves Boivineau(FR), Nuntius Erzbischof Tommaso Caputo, Premierminister Dr. Lawrence Gonzi, Bischof William Kenney (UK), Roderick Agius (MT), und die Mitglieder der Europäischen Konferenz der Justitia et Pax Kommissionen

Wir entschieden uns für Malta als Standort für unseren jährlichen internationalen Workshop aufgrund seiner geografischen Nähe und der engen Beziehungen mit und in der betroffenen Region. Historisch in vorderster Reihe in den Begegnungen zwischen christlicher und muslimischer Kultur ist Malta bis heute ein wichtiger kultureller Knotenpunkt. Dies wurde in einer Ansprache des Premierministers von Malta, Dr. Lawrence Gonzi, unterstrichen, der beschrieb, wie Malta sich zwischen einer humanitären Krise in Nordafrika und einer Wirtschaftskrise in Europa „gefangen“ sieht. Er äußerte die Sorge, dass unsere Gesellschaften grundlegende Werte aufgeben, die Menschen "verankern" und Halt geben können. Viele Menschen wollen die sofortige Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse auch auf Kosten anderer. Ähnliche Bedenken wurden in einigen Analysen und Augenzeugenberichten von Experten zum Arabischen Frühling

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